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/sanktionslisten-screening

Treffer-Workflow zum Sanktionslisten-Screening nach EU-Sanktions-VOen (konsolidierte EU-Liste auf Basis VO (EU) 269/2014, 2580/2001, 881/2002, 833/2014, 2017/1509 u.a.) – Bereitstellungsverbot Art. 2, False-positive-Bewertung, Frostung von Geldern und wirtschaftlichen

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ai-skills-german-law
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$ npx -y skills add borghei/AI-Skills-German-Law --skill sanktionslisten-screening --agent claude-code

How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/sanktionslisten-screening

Context preview

The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Treffer-Workflow zum Sanktionslisten-Screening nach EU-Sanktions-VOen (konsolidierte EU-Liste auf Basis VO (EU) 269/2014, 2580/2001, 881/2002, 833/2014, 2017/1509 u.a.) – Bereitstellungsverbot Art. 2, False-positive-Bewertung, Frostung von Geldern und wirtschaftlichen

SKILL.md

sanktionslisten-screening.SKILL.md
name: sanktionslisten-screening
description: "Treffer-Workflow zum Sanktionslisten-Screening nach EU-Sanktions-VOen (konsolidierte EU-Liste auf Basis VO (EU) 269/2014, 2580/2001, 881/2002, 833/2014, 2017/1509 u.a.) – Bereitstellungsverbot Art. 2, False-positive-Bewertung, Frostung von Geldern und wirtschaftlichen Ressourcen, Meldung an BMWK/Bundesbank/Zoll, Schnittstelle GwG-KYC (§§ 10 ff. GwG). Use when ein Geschäftspartner-Screening oder ein laufendes Re-Screening einen möglichen Treffer auf einer EU- oder nationalen Sanktionsliste ergibt."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
provider_variants:
  - claude
  - gemini
  - openai
test: ./test.md

/aussenwirtschaft-zoll-sanktionen:sanktionslisten-screening

Zweck

Der Skill strukturiert die rechtliche Bewertung eines möglichen Treffers auf einer EU-Sanktionsliste, von der False-positive-Prüfung über die Frostung bis zur Meldepflicht an die zuständigen Behörden. Er adressiert das Bereitstellungsverbot (direkt/indirekt), den Begriff der „wirtschaftlichen Ressource" und die Schnittstelle zum Geldwäscherecht (KYC nach §§ 10 ff. GwG). Strafbarkeit nach § 18 AWG ist zwingend mitzudenken.

Eingaben

  • Trefferdaten: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, ggf. Anschrift, ggf. Funktion
  • Quelle des Treffers: Screening-Tool, Liste (konsolidierte EU-Liste, nationale Liste, ggf. UK OFSI, US SDN), Stand-Datum
  • Geschäftskontext: Onboarding / laufende Beziehung / einzelner Zahlungsvorgang / Lieferung
  • bisherige Berührung mit Geldern/wirtschaftlichen Ressourcen des potenziell Gelisteten (eingefrorene Konten, ausstehende Lieferungen, Beteiligungen)
  • konzernale Verflechtung (Mehrheitsbeteiligung / Kontrolle iSv Sanktions-VO)

Sub-Agent-Architektur

Researcher liefert die einschlägige Sanktions-VO (mit Stand-Datum), Listeneintrag, EuGH-/EuG-Rspr. zu Listing/Bereitstellungsverbot (Kadi, Rosneft) und Kommentarstellen. Drafter führt False-positive-Bewertung, Bereitstellungsverbots-Prüfung und Meldeentwurf durch. Reviewer prüft, ob BLOCKER-Hinweis (§ 18 AWG) gesetzt ist, Frostung dokumentiert und Meldepflichten beachtet sind.

Ablauf

1. Treffer-Erstbewertung – False-positive vs. echter Treffer

Vergleich mehrerer Identifikatoren mit dem Listeneintrag:

| Identifikator | Mindeststandard | |---|---| | Name (einschl. Aliase, Transliteration) | Standardmatch | | Geburtsdatum / Geburtsort | Pflichtabgleich | | Staatsangehörigkeit | Pflichtabgleich | | Anschrift | Pflichtabgleich, soweit verfügbar | | Pass-/Personalausweisnummer | wenn in Liste vermerkt | | Funktion / Position | bei PEPs / politisch Exponierten |

Ergebnis: **False positive** (dokumentieren, Akte schließen, kein Versand der Meldung) — **Verdachtslage** (weitere Sachverhaltsklärung) — **echter Treffer** (Stopp + Frostung + Meldung).

Hinweis: Sanktionslisten werden **häufig wöchentlich** aktualisiert. Bewertung immer mit **Stand-Datum** der Liste protokollieren.

2. Bereitstellungsverbot

Die einschlägige Sanktions-VO enthält typischerweise in Art. 2 ein doppeltes Verbot:

1. **Einfrierungsgebot** für sämtliche Gelder und wirtschaftlichen Ressourcen, die dem Gelisteten **gehören, im Eigentum stehen, in Besitz sind oder unter Kontrolle stehen**. 2. **Bereitstellungsverbot** – Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen dürfen dem Gelisteten **weder direkt noch indirekt** zur Verfügung gestellt werden oder zugutekommen.

„Indirekt" ist weit auszulegen: Erfasst sind insbesondere Kontroll- und Mehrheitsbeteiligungs-Konstellationen — Faustregel der EU-Kommission: **> 50% Beteiligung** oder **tatsächliche Kontrolle** durch einen Gelisteten löst die Beschränkungen auch beim nicht selbst gelisteten Vehikel aus (EU-Kommission, FAQ zu Russland-Sanktionen `[unverifiziert – prüfen]`).

„Wirtschaftliche Ressource" ist **jeder** Vermögensgegenstand außer Geld, der zu Geld oder Gütern werden kann (Art. 1 Buchst. d typischer Sanktions-VOen).

3. Frostung und sofortiger Geschäftsstopp

Bei echtem Treffer:

  • **Sofortiger Stopp** jeglicher Bereitstellung (Lieferungen, Zahlungen, Dienstleistungen)
  • **Einfrieren** aller dem Gelisteten zustehenden Werte
  • **Keine Auflösung** bestehender Vertragsbeziehungen ohne behördliche Genehmigung — Auflösung kann mittelbar Bereitstellung sein
  • **Dokumentation** der Maßnahme, Zugriffsbeschränkung im internen System

4. Meldepflichten

| Anlass | Adressat | Rechtsgrundlage | |---|---|---| | Frostung von Geldern | Deutsche Bundesbank (Geldverkehr, Auslandszahlungsverkehr) | typisch Art. 8 jeweilige Sanktions-VO + AWV | | Frostung wirtschaftlicher Ressourcen | BAFA | typisch Art. 8 jeweilige Sanktions-VO | | Außenhandelsbezug, Ausfuhr/Einfuhr | Generalzolldirektion / örtl. Hauptzollamt | AWG / AWV / UZK | | Geldwäsche-Verdacht | FIU (Zoll) | § 43 GwG | | Listentreffer mit Strafbarkeitsverdacht (§ 18 AWG) | Staatsanwaltschaft | StPO |

**Frist:** Unverzüglich, idR ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 BGB analog) und mit allen verfügbaren Informationen.

5. Onboarding-Pflichten und Re-Screening

  • Beim Onboarding eines neuen Geschäftspartners (B2B/Endkunde/Vermittler): Screening auf der konsolidierten EU-Liste **vor** Vertragsschluss / Zahlungsausführung.
  • Laufendes **Re-Screening** mindestens bei jeder Listenaktualisierung, sensitive Branchen (Banken, Versicherer, Exporteure mit Sanktionsbezug) **täglich**.
  • **Risikobasierter Ansatz** (§ 10 Abs. 2 GwG): Frequenz und Tiefe abhängig von Branche, Drittland, Transaktionsvolumen, PEP-Status.
  • Bei wirtschaftlich Berechtigtem (uBO, § 3 GwG): Screening auf uBO-Ebene.

6. Schnittstelle GwG (KYC) und § 261 StGB

Sanktionslistentreffer überlappen häufig mit:

  • **Pflichten nach §§ 10 ff. GwG** (allg./verstärkte Sorgfaltspflichten), § 15 GwG (verstärkte Sorgfalt bei Hochrisikodrittländern)
  • **§ 261 StGB** (Geldwäsche-Tatbestand) bei Transfers, die mittelbar gelisteten Personen zugutekommen
  • bei B
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