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/arbeitsvertrag-gestaltung

Gestaltung und AGB-Kontrolle des Arbeitsvertrages – Anwendung der §§ 305–310 BGB im Arbeitsrecht mit der Besonderheit des § 310 Abs. 4 S. 2 BGB, Transparenzgebot § 307 Abs. 1 S. 2 BGB und Verbot der geltungserhaltenden Reduktion, zweistufige Ausschlussfrist mit der zwingenden

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/arbeitsvertrag-gestaltung

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Gestaltung und AGB-Kontrolle des Arbeitsvertrages – Anwendung der §§ 305–310 BGB im Arbeitsrecht mit der Besonderheit des § 310 Abs. 4 S. 2 BGB, Transparenzgebot § 307 Abs. 1 S. 2 BGB und Verbot der geltungserhaltenden Reduktion, zweistufige Ausschlussfrist mit der zwingenden

SKILL.md

arbeitsvertrag-gestaltung.SKILL.md
name: arbeitsvertrag-gestaltung
description: "Gestaltung und AGB-Kontrolle des Arbeitsvertrages – Anwendung der §§ 305–310 BGB im Arbeitsrecht mit der Besonderheit des § 310 Abs. 4 S. 2 BGB, Transparenzgebot § 307 Abs. 1 S. 2 BGB und Verbot der geltungserhaltenden Reduktion, zweistufige Ausschlussfrist mit der zwingenden Ausnahme für den Mindestlohn (§ 3 MiLoG) und weitere unabdingbare Ansprüche, Widerrufs- und Freiwilligkeitsvorbehalte, Vertragsstrafe, Nachweispflichten § 2 NachwG in der Fassung seit 01.08.2022 samt Bußgeld § 4 NachwG, Verhältnis von Textform (Nachweis) und Schriftform (§ 623 BGB, § 14 Abs. 4 TzBfG). Use when ein Arbeitsvertrag oder ein Vertragsmuster entworfen, überarbeitet oder auf Unwirksamkeit einzelner Klauseln geprüft wird."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
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test: ./test.md

/arbeitsrecht:arbeitsvertrag-gestaltung

Zweck

Arbeitsverträge sind Allgemeine Geschäftsbedingungen. Seit der Schuldrechtsreform unterliegen sie der Inhaltskontrolle der §§ 305 ff. BGB — mit der für den Verwender unangenehmsten aller Rechtsfolgen: Eine unwirksame Klausel wird **nicht** auf das zulässige Maß zurückgeführt, sondern ersatzlos gestrichen. Dieser Skill entwirft Klauseln, die diese Kontrolle überstehen, und prüft bestehende Verträge auf die Klauseln, die es typischerweise nicht tun.

Eingaben

  • Vertragstyp: unbefristet / befristet / Teilzeit / geringfügig / leitender Angestellter
  • Tarifbindung (beiderseits, OT-Mitgliedschaft, Bezugnahmeklausel?), Betriebsvereinbarungen
  • Vergütungsstruktur: Fixum, variable Bestandteile, Boni, Sonderzahlungen, Sachbezüge
  • Gewünschte Flexibilisierungen: Versetzung, Widerruf von Zulagen, Überstundenabgeltung, Vertragsstrafe, nachvertragliches Wettbewerbsverbot
  • Verwendungsabsicht: Einzelvertrag oder **Vertragsmuster** (dann ist die AGB-Kontrolle in jedem Fall eröffnet)

Sub-Agent-Architektur

1. **Researcher** ([`../../agents/researcher.md`](../../agents/researcher.md)) liefert §§ 305–310 BGB, NachwG, MiLoG mit URL sowie die BAG-Linien zu Ausschlussfristen und Widerrufsvorbehalten. 2. **Drafter** ([`../../agents/drafter.md`](../../agents/drafter.md)) formuliert die Klauseln und die Nachweis-Checkliste. 3. **Reviewer** ([`../../agents/reviewer.md`](../../agents/reviewer.md)) prüft Transparenz, Unabdingbarkeitsgrenzen und Formerfordernisse.

Ablauf

1. Eröffnung der AGB-Kontrolle ([§ 305 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305.html), [§ 310 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__310.html))

Der Arbeitnehmer ist **Verbraucher** im Sinne des § 13 BGB; Arbeitsverträge sind Verbraucherverträge. Daraus folgt:

  • **Einmalbedingungen** unterliegen nach § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB der Inhaltskontrolle, auch wenn sie nur für eine Verwendung bestimmt sind. Der Einwand „das war ein individuell ausgehandelter Vertrag" trägt praktisch nie.
  • **Aushandeln** (§ 305 Abs. 1 S. 3 BGB) erfordert, dass der Verwender den Kerngehalt ernsthaft zur Disposition stellt. Bloßes Verhandeln über das Gehalt macht die übrigen Klauseln nicht zu Individualabreden.
  • **§ 310 Abs. 4 S. 2 BGB:** Bei der Anwendung auf Arbeitsverträge sind die **im Arbeitsrecht geltenden Besonderheiten angemessen zu berücksichtigen**. Praktische Folge: Die Klauselverbote der §§ 308, 309 BGB gelten nicht schematisch; § 309 Nr. 6 BGB (Vertragsstrafenverbot) ist im Arbeitsrecht nicht anwendbar, die Vertragsstrafe unterliegt aber der Angemessenheitskontrolle nach § 307 BGB.
  • **Keine Kontrolle** unterliegen Tarifverträge, Betriebs- und Dienstvereinbarungen (§ 310 Abs. 4 S. 1, 3 BGB) — auch nicht, wenn sie durch Bezugnahme in Kraft gesetzt werden.

2. Die drei scharfen Kontrollmaßstäbe

| Maßstab | Norm | Wirkung | |---|---|---| | Überraschende Klausel | § 305c Abs. 1 BGB | Wird nicht Vertragsbestandteil (z. B. Wettbewerbsverbot unter „Sonstiges") | | Unklarheitenregel | § 305c Abs. 2 BGB | Zweifel gehen zulasten des Verwenders | | Transparenzgebot | [§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__307.html) | Unklare Klausel ist **allein deshalb** unwirksam |

**Verbot der geltungserhaltenden Reduktion:** Eine zu weit gefasste Klausel wird nicht auf das zulässige Maß gestutzt, sondern fällt vollständig weg; an ihre Stelle tritt das dispositive Gesetzesrecht (§ 306 Abs. 2 BGB). Ein **Blue-Pencil-Test** rettet nur, was sprachlich und inhaltlich abtrennbar ist. **Salvatorische Klauseln** helfen im AGB-Recht nicht.

3. Ausschlussfristen — die wichtigste Einzelklausel

Zulässig ist eine **zweistufige** Ausschlussfrist:

  • **Stufe 1:** schriftliche bzw. textförmliche Geltendmachung gegenüber der anderen Partei,
  • **Stufe 2:** gerichtliche Geltendmachung nach Ablehnung oder Schweigen.

Grenzen, die jede Stufe einhalten muss:

1. **Mindestdauer je Stufe: drei Monate.** Kürzere Fristen benachteiligen unangemessen (§ 307 Abs. 1 S. 1 BGB) — st. Rspr. des BAG zur Mindestlänge arbeitsvertraglicher Ausschlussfristen `[unverifiziert – prüfen]`. 2. **Form der ersten Stufe:** Für nach dem 30.09.2016 geschlossene Verträge darf **keine strengere Form als Textform** verlangt werden ([§ 309 Nr. 13 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__309.html)). Eine Klausel, die „Schriftform" fordert, ist insgesamt unwirksam. 3. **Mindestlohn-Ausnahme:** Der Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn ist nach [§ 3 MiLoG](https://www.gesetze-im-internet.de/milog/__3.html) unabdingbar; eine Ausschlussfrist, die ihn nicht ausdrücklich ausnimmt, ist nach der Rechtsprechung **intransparent und damit insgesamt unwirksam** — nicht etwa nur bezogen auf den Mindestlohn `[unverifiziert – prüfen]`. Das ist der häufigste Totalausfall in Altverträgen. 4. Weitere Ansprüche, die **nicht** erfasst werden dürfen: Haftung für Vorsatz ([§ 202 Abs. 1 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__202.html)), Ansprüche aus vorsätzlicher unerlaubter Handlu

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