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/prodhaftg-herstellerhaftung

Parallele Anspruchsprüfung verschuldensunabhängige Herstellerhaftung nach §§ 1, 3 ProdHaftG und Produzentenhaftung § 823 I BGB mit Fehlertypologie (Konstruktion, Fabrikation, Instruktion, Produktbeobachtung) und BGH-Beweislastumkehr „Hühnerpest"; einschließlich Weichenstellung

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/prodhaftg-herstellerhaftung

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Parallele Anspruchsprüfung verschuldensunabhängige Herstellerhaftung nach §§ 1, 3 ProdHaftG und Produzentenhaftung § 823 I BGB mit Fehlertypologie (Konstruktion, Fabrikation, Instruktion, Produktbeobachtung) und BGH-Beweislastumkehr „Hühnerpest"; einschließlich Weichenstellung

SKILL.md

prodhaftg-herstellerhaftung.SKILL.md
name: prodhaftg-herstellerhaftung
description: "Parallele Anspruchsprüfung verschuldensunabhängige Herstellerhaftung nach §§ 1, 3 ProdHaftG und Produzentenhaftung § 823 I BGB mit Fehlertypologie (Konstruktion, Fabrikation, Instruktion, Produktbeobachtung) und BGH-Beweislastumkehr „Hühnerpest"; einschließlich Weichenstellung zum neuen Produkthaftungsrecht der RL (EU) 2024/2853 (Stichtag Inverkehrbringen 08.12.2026, Software als Produkt, Wegfall der 85-Mio.-EUR-Höchstgrenze). Use when ein Verbraucher durch ein fehlerhaftes Produkt geschädigt wurde oder ein Hersteller die Haftungsexposition für einen Schadensfall einschätzen muss."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
provider_variants:
  - claude
  - gemini
  - openai
test: ./test.md

/produktrecht:prodhaftg-herstellerhaftung

Zweck

Der Skill prüft Ansprüche aus einem Produktschaden **parallel** auf beiden tragenden Anspruchsgrundlagen: verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung des Herstellers nach § 1 ProdHaftG und deliktische Produzentenhaftung nach § 823 I BGB mit der von BGH „Hühnerpest" entwickelten Beweislastumkehr nach Risikosphären. Er ordnet das fehlerhafte Verhalten in die etablierte Fehlertypologie ein und adressiert Haftungsbeschränkungen, Mitverschulden und Verjährung.

> **⚠️ Aktualität (Stand 2026-07): Das ProdHaftG von 1989 wird vollständig aufgehoben und ersetzt.** Grundlage ist die **Richtlinie (EU) 2024/2853** (in Kraft seit **08.12.2024**, Umsetzungsfrist **09.12.2026**). Deutscher Gesetzgebungsstand: RefE **11.09.2025** → RegE Dezember 2025 (**BT-Drs. 21/4297**) → **1. Lesung im Bundestag am 04.03.2026** → derzeit im **Rechtsausschuss**. Das Ablösegesetz soll am Tag der Aufhebung des ProdHaftG 1989 in Kraft treten. **Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen; Inkrafttreten und Endfassung sind plausibel, aber nicht gesichert** `[unverifiziert - prüfen]`. > > **Stichtag und Übergangsrecht — zuerst zu klären:** Produkte, die **bis einschließlich 08.12.2026** in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wurden, bleiben **dem bisherigen Recht** unterworfen. Für sie gilt der gesamte nachstehende Prüfungsaufbau unverändert weiter — und zwar wegen § 13 ProdHaftG (10 Jahre ab Inverkehrbringen) **noch bis in das Jahr 2036**. Beide Regime laufen daher über ein Jahrzehnt parallel; die Weichenstellung ist allein das Inverkehrbringungsdatum. > > **Materielle Änderungen des neuen Rechts:** > > | Punkt | Bisher (ProdHaftG 1989) | Neu (RL (EU) 2024/2853) | > |---|---|---| > | Produktbegriff | bewegliche Sache, Elektrizität | **Software erfasst — auch SaaS, Cloud und KI-Systeme**, unabhängig von der Verkörperung; ferner digitale Bauunterlagen und verbundene Dienste | > | Haftungshöchstgrenze | 85 Mio. EUR (§ 10) | **abgeschafft** | > | Ersatzfähiger Schaden | Personen- und privater Sachschaden | zusätzlich **Datenverlust/-korruption** und **medizinisch anerkannte psychische Beeinträchtigung** | > | Haftungsadressaten | Hersteller, Quasi-Hersteller, Importeur | **erweitert** (u. a. Bevollmächtigte, Fulfilment-Dienstleister, Plattformen, Anbieter wesentlicher Software-Änderungen) | > | Beweislast | Geschädigter trägt Fehler + Kausalität | **Offenlegungspflicht (Art. 9)** sowie **widerlegliche Vermutungen** zu Fehlerhaftigkeit und Kausalität | > > Die Nummerierung der Paragraphen des Ablösegesetzes ist noch nicht endgültig; im Mandat ist auf die Richtlinienartikel abzustellen `[unverifiziert - prüfen]`.

Eingaben

  • Schadensbild (Personenschaden, Sachschaden privat / gewerblich, Vermögensschaden)
  • Produkt (Bezeichnung, Charge, **Inverkehrbringdatum — Stichtag 08.12.2026**, Zielnutzer)
  • Software-, Cloud- oder KI-Anteil des Produkts; nachträgliche wesentliche Änderungen/Updates
  • Hersteller / Importeur / Quasi-Hersteller (§ 4 ProdHaftG)
  • mutmaßlicher Fehlertyp (Konstruktion, Fabrikation, Instruktion, Produktbeobachtung)
  • Sachverhalt zur Kausalität (Schadenshergang, Beweislage)
  • Position des Mandanten: Geschädigte / Hersteller / Versicherer

Sub-Agent-Architektur

Researcher liefert ProdHaftG-Statute, § 823 BGB, BGH-Leitentscheidungen („Hühnerpest", „Honda", „Pflegebetten") sowie Kommentarstellen (Foerste/Graf von Westphalen, Kullmann, MüKoBGB Wagner). Drafter erstellt parallele Anspruchsprüfung in Gutachtenstil mit Fehlerzuordnung und Schadensbegründung. Reviewer prüft zuerst die **Regime-Weichenstellung nach dem Stichtag 08.12.2026** (Nr. 7), sodann Fristen (§§ 12, 13 ProdHaftG, §§ 195, 199 BGB), Personenschadens-Blocker und Vollständigkeit der Beweislastdiskussion.

Ablauf

1. Anspruch nach § 1 ProdHaftG

Tatbestand:

  • **Produkt** iSv § 2 ProdHaftG (jede bewegliche Sache; Strom; nicht: unverarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse a. F., heute generell erfasst)
  • **Fehler** iSv § 3 ProdHaftG: „Sicherheit, die unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Darbietung, des billigerweise zu erwartenden Gebrauchs und des Zeitpunkts des Inverkehrbringens, berechtigterweise erwartet werden kann"
  • **Inverkehrbringen** durch Hersteller iSv § 4 ProdHaftG (Endhersteller, Teilhersteller, Quasi-Hersteller durch Markenanbringung, Importeur in den EWR)
  • **Personenschaden** oder **privater Sachschaden** (§ 1 I ProdHaftG; gewerbliche Sachschäden ausgeschlossen)
  • **Kausalität** Fehler → Schaden
  • **Selbstbehalt** § 11: 500 EUR bei Sachschaden
  • **Höchstbetrag** § 10: 85 Mio. EUR bei Personenschäden derselben Serie — **nur für Produkte, die bis einschließlich 08.12.2026 in Verkehr gebracht wurden**; für spätere Produkte ist die Höchstgrenze ersatzlos abgeschafft (dazu Nr. 7)

Haftungsausschlüsse § 1 II ProdHaftG: Inverkehrbringen ohne wirtschaftlichen Zweck, Fehler erst nach Inverkehrbringen entstanden, Stand der Wissenschaft und Technik unerkennbar (Entwicklungsrisiko, § 1 II Nr. 5).

2. Anspruch nach § 823 I BGB (Produzentenhaftung)

Verletzung der Verkehrssicherungspflichten des Herstellers; Beweislastumkehr

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AI skills for German legal practice and EU compliance. 66 plugins, 291 skills: general law, Fachanwaltschaften, high-volume practice areas, EU frameworks (KI-VO, NIS2, KRITIS, DORA, CSRD, Data Act, BFSG, MiCAR) and VDuG collective redress. Claude, Gemini, GPT. Statutes linked to primary sources; case law marked verified or [unverifiziert].

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