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/patentverletzung-pruefung

Verletzungsprüfung eines Patents nach §§ 9, 14, 139, 140b, 140c PatG – Wirkung des Patents, Bestimmung des Schutzbereichs durch die Patentansprüche, wortsinngemäße vs. äquivalente Verletzung, Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch, Auskunfts- und Besichtigungsanspruch. Use

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  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/patentverletzung-pruefung

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Verletzungsprüfung eines Patents nach §§ 9, 14, 139, 140b, 140c PatG – Wirkung des Patents, Bestimmung des Schutzbereichs durch die Patentansprüche, wortsinngemäße vs. äquivalente Verletzung, Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch, Auskunfts- und Besichtigungsanspruch. Use

SKILL.md

patentverletzung-pruefung.SKILL.md
name: patentverletzung-pruefung
description: "Verletzungsprüfung eines Patents nach §§ 9, 14, 139, 140b, 140c PatG – Wirkung des Patents, Bestimmung des Schutzbereichs durch die Patentansprüche, wortsinngemäße vs. äquivalente Verletzung, Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch, Auskunfts- und Besichtigungsanspruch. Use when zu prüfen ist, ob ein angegriffenes Erzeugnis oder Verfahren ein Patent verletzt und welche Ansprüche dem Patentinhaber zustehen."
language: de
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/gewerblicher-rechtsschutz:patentverletzung-pruefung

Zweck

Die Patentverletzungsprüfung vergleicht die Merkmale des Patentanspruchs mit der angegriffenen Ausführungsform. Maßgeblich ist der **Schutzbereich** nach den Patentansprüchen, ausgelegt im Licht von Beschreibung und Zeichnungen. Erfasst werden die **wortsinngemäße** und die **äquivalente** Verletzung. Dieses Skill führt durch die Merkmalsanalyse, die Anspruchsprüfung und die Bewertung der Verteidigungseinwände.

Eingaben

  • Patentschrift (Anspruchssatz, Beschreibung, Zeichnungen, Erteilungsstand)
  • Angegriffene Ausführungsform (Produkt, Verfahren, Belege, Muster)
  • Rechtsstand des Patents (erteilt, Einspruch, Nichtigkeitsklage anhängig?)
  • Benutzungshandlungen (Herstellen, Anbieten, Inverkehrbringen, Einführen, Gebrauchen)
  • Verschulden / Kenntnis des Verletzers; Verletzungszeitraum

Sub-Agent-Architektur

Vier gedankliche Rollen greifen ineinander. Ein **Merkmals-Agent** gliedert den Patentanspruch in einzelne Merkmale (Merkmalsanalyse) und ordnet die Ausführungsform zu. Ein **Auslegungs-Agent** bestimmt den Schutzbereich nach § 14 PatG und prüft zunächst die wortsinngemäße, dann die äquivalente Verletzung. Ein **Verteidigungs-Agent** prüft Bestandsangriffe (Nichtigkeitsklage, Stand der Technik) und den Formstein-Einwand. Ein **Anspruchs-Agent** leitet aus § 9, § 139, § 140b, § 140c PatG die Rechtsfolgen ab und erstellt das Verletzungsprotokoll. Der Auslegungs-Agent priorisiert stets die wortsinngemäße Prüfung; nur bei deren Verneinung wird die Äquivalenzprüfung durchlaufen.

Ablauf

1. Wirkung des Patents § 9 PatG

  • Allein der Patentinhaber darf die Erfindung benutzen. Verboten sind insbesondere **Herstellen, Anbieten, Inverkehrbringen, Gebrauchen, Einführen, Besitzen** des Erzeugnisses sowie das Anwenden des geschützten Verfahrens.
  • Mittelbare Patentverletzung (§ 10 PatG) bei Lieferung wesentlicher Mittel.

2. Schutzbereich und Auslegung § 14 PatG

  • Der Schutzbereich wird durch die **Patentansprüche** bestimmt; Beschreibung und Zeichnungen sind zur Auslegung heranzuziehen.
  • Maßstab ist der Fachmann; Auslegung weder am reinen Wortlaut haftend noch über die Ansprüche hinausgehend.

3. Merkmalsanalyse und wortsinngemäße Verletzung

  • Anspruch in einzelne Merkmale zerlegen.
  • **Wortsinngemäße Verletzung**: Die Ausführungsform verwirklicht jedes Merkmal nach dem Wortsinn (Verständnis des Fachmanns).

4. Äquivalente Verletzung

  • Ersetzt die Ausführungsform ein Merkmal durch ein abgewandeltes Mittel, liegt **äquivalente Verletzung** vor, wenn die drei Schneidmesser-Fragen bejaht werden: gleichwirkend, auffindbar, gleichwertig (am Sinngehalt des Anspruchs orientiert).
  • **Formstein-Einwand**: Keine Äquivalenz, soweit die abgewandelte Ausführung zum freien Stand der Technik gehört.

5. Ansprüche § 139 PatG

  • **Unterlassungsanspruch** bei Wiederholungs-/Erstbegehungsgefahr (§ 139 Abs. 1).
  • **Schadensersatzanspruch** bei Vorsatz/Fahrlässigkeit (§ 139 Abs. 2) — drei Berechnungsmethoden: konkreter Schaden, Verletzergewinn, Lizenzanalogie.
  • Vernichtung und Rückruf (§ 140a PatG).

6. Auskunft und Besichtigung

  • **Auskunftsanspruch** über Herkunft und Vertriebsweg (§ 140b PatG).
  • **Besichtigungsanspruch** zur Sicherung des Verletzungsnachweises (§ 140c PatG), oft im Wege der einstweiligen Verfügung.

7. Verteidigung und Verjährung

  • Bestandsangriff durch **Nichtigkeitsklage** (§ 81 PatG) oder Einspruch; ggf. Aussetzung des Verletzungsverfahrens.
  • **Verjährung** der Ansprüche nach § 141 PatG i.V.m. §§ 195, 199 BGB.

Risiken / typische Fehler

  • **Äquivalenz** ohne wortsinngemäße Vorprüfung behauptet — die Merkmalsanalyse muss zuerst den Wortsinn ausschließen.
  • **Formstein-Einwand** übersehen — keine Äquivalenzverletzung im freien Stand der Technik.
  • **Verjährung** nicht geprüft — § 141 PatG i.V.m. §§ 195, 199 BGB.
  • **Nichtigkeitsklage** des Gegners nicht eingeplant — Aussetzungsrisiko und unberechtigte Verwarnung bei rechtsbeständigem Angriff.
  • Schutzbereich allein am Wortlaut ohne Auslegung nach § 14 PatG bestimmt.

Ausgabeformat

PATENTVERLETZUNG — PRÜFPROTOKOLL — <Mandant> — <Datum>

I.    Patent / Anspruch            <Az., Anspruch Nr., Rechtsstand>
II.   Merkmalsanalyse              M1 / M2 / M3 … : verwirklicht? [✓/✗]
III.  Schutzbereich § 14           Auslegung: <…>
IV.   Wortsinngemäße Verletzung    [ja / nein]  Begründung: <…>
V.    Äquivalente Verletzung       Schneidmesser-Fragen: <…>  Formstein: [greift/nein]
VI.   Benutzungshandlung § 9       [Herstellen/Anbieten/Inverkehrbringen/Einführen]
VII.  Ansprüche § 139              Unterlassung [✓]; SE-Methode: <Lizenzanalogie/…>
VIII. Auskunft § 140b / Besichtigung § 140c   [ja/nein]
IX.   Verteidigung / Verjährung    Nichtigkeitsklage: <…>; Verjährung: <…>

Hinweis: Erteilungs- und Rechtsstand des Patents tagesaktuell prüfen.

Quellen

Statute

  • [§ 9 PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/__9.html) (Wirkung des Patents)
  • [§ 14 PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/__14.html) (Schutzbereich / Auslegung)
  • [§ 139 PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/__139.html) (Unterlassung und Schadensersatz)
  • [§ 140b PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/__140b.html) (Auskunftsanspruch)
  • [§ 140c PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/__140c.html) (Besichtigungsanspruch)
  • [§§ 10, 140a, 141 PatG](https://www.gesetze-im-internet.de/patg/) (mittelbare
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