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/patentanmeldung-vorpruefung

Vor-Check der Patentierbarkeit einer Erfindung nach §§ 1–5 PatG / Art. 52, 54, 56 EPÜ – technischer Charakter (auch CII / Software-Grenze § 1 III/IV PatG), Neuheit § 3 PatG mit Neuheitsschonfrist, erfinderische Tätigkeit § 4 PatG nach Aufgabe-Lösungs-Ansatz, gewerbliche

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/patentanmeldung-vorpruefung

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Vor-Check der Patentierbarkeit einer Erfindung nach §§ 1–5 PatG / Art. 52, 54, 56 EPÜ – technischer Charakter (auch CII / Software-Grenze § 1 III/IV PatG), Neuheit § 3 PatG mit Neuheitsschonfrist, erfinderische Tätigkeit § 4 PatG nach Aufgabe-Lösungs-Ansatz, gewerbliche

SKILL.md

patentanmeldung-vorpruefung.SKILL.md
name: patentanmeldung-vorpruefung
description: "Vor-Check der Patentierbarkeit einer Erfindung nach §§ 1–5 PatG / Art. 52, 54, 56 EPÜ – technischer Charakter (auch CII / Software-Grenze § 1 III/IV PatG), Neuheit § 3 PatG mit Neuheitsschonfrist, erfinderische Tätigkeit § 4 PatG nach Aufgabe-Lösungs-Ansatz, gewerbliche Anwendbarkeit § 5 PatG. Use when ein Erfinder oder Anmelder vor der Anmeldung beim DPMA, EPA oder über PCT klären will, ob ein Patent / Gebrauchsmuster aussichtsreich ist und welcher Anmeldeweg sinnvoll ist."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
provider_variants:
  - claude
  - gemini
  - openai
test: ./test.md

/patentrecht:patentanmeldung-vorpruefung

Zweck

Der Skill prüft vor einer Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung, ob die Erfindung die materiellen Schutzvoraussetzungen erfüllt, und empfiehlt einen Anmeldeweg (DPMA, EPA mit Option Einheitspatent, PCT). Er soll vermeidbare Ablehnungen, Einsprüche und Nichtigkeitsangriffe durch frühzeitige Schwachstellenanalyse minimieren.

Eingaben

  • Erfindungsbeschreibung (technisches Problem, Lösung, Ausführungsbeispiele)
  • bekannter Stand der Technik (eigene Recherche, fremde Schutzrechte)
  • eigene Vorveröffentlichungen (Konferenzbeiträge, Messeauftritte, Publikationen, Webseiten) mit Datum
  • gewünschte Schutzländer / Schutzstrategie (DE, EU/EPÜ, ausgewählte Länder, weltweit)
  • bestehende Prioritätsanmeldungen (in- und ausländisch)
  • bei Arbeitnehmererfindung: ArbnErfG-Stand (Meldung, Inanspruchnahme, Vergütung)

Sub-Agent-Architektur

Researcher liefert PatG- und EPÜ-Statute, BGH-X-ZS- und EPA-Beschwerdekammer-Rechtsprechung zu Patentierbarkeit (insb. CII, Aufgabe-Lösungs-Ansatz) sowie Kommentarstellen aus Benkard, Schulte, Singer/Stauder. Drafter erstellt das Vorprüfungsgutachten und ein Skelett der Patentanmeldung (Beschreibung, Ansprüche, Zeichnungen) plus Strategie-Memo zum Anmeldeweg. Reviewer prüft, ob alle vier Schutzvoraussetzungen sauber durchgeprüft sind und Neuheitsschonfrist / Prioritätsfristen korrekt adressiert sind.

Ablauf

1. Erfindungsgegenstand abgrenzen

Klärung, **was** die Erfindung ist (Erzeugnis, Verfahren, Verwendung). Bei Software-Anteilen: gibt es einen **technischen Beitrag** im Sinne der EPA-Beschwerdekammern (T 0641/00 „COMVIK" ([EPA-Entscheidungsdatenbank](https://www.epo.org/en/boards-of-appeal/decisions)) `[unverifiziert - prüfen]`) bzw. eine Lösung eines konkreten technischen Problems iSd BGH-Rspr. zu computerimplementierten Erfindungen?

2. Ausschlusstatbestände § 1 III, IV PatG / Art. 52 II, III EPÜ

Folgende Gegenstände sind **als solche** nicht patentierbar:

  • Entdeckungen, wissenschaftliche Theorien, mathematische Methoden
  • ästhetische Formschöpfungen (→ Design)
  • Pläne, Regeln, Verfahren für gedankliche Tätigkeiten, Spiele, geschäftliche Tätigkeiten
  • Programme für Datenverarbeitungsanlagen
  • Wiedergabe von Informationen

Die „als solche"-Klausel ist der Hebel der Praxis. Computerimplementierte Erfindungen sind patentierbar, wenn sie ein **konkretes technisches Problem** mit **technischen Mitteln** lösen (BGH, [„Rentabilitätsermittlung", X ZB 34/03](https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.10.2004&Aktenzeichen=X+ZB+34/03); BGH, „Logikverifikation", X ZB 11/98 ([dejure.org](https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X+ZB+11/98)); EPA, G 0003/08 ([EPA-Entscheidungsdatenbank](https://www.epo.org/en/boards-of-appeal/decisions)) `[unverifiziert - prüfen]`).

Zusätzliche Ausschlüsse: Pflanzensorten / Tierrassen (§ 2a PatG), Heilbehandlungs- und Diagnoseverfahren am menschlichen / tierischen Körper (§ 2a I Nr. 2 PatG).

3. Neuheit § 3 PatG / Art. 54 EPÜ

Stand der Technik = alles, was vor dem Anmelde- bzw. Prioritätstag der Öffentlichkeit zugänglich war (weltweit, beliebige Sprache, beliebiges Medium). Maßstab: was der Fachmann der Vorveröffentlichung **unmittelbar und eindeutig** entnehmen konnte (EPA [G 0001/92](https://www.wipo.int/wipolex/en/judgments/details/2797)).

**Achtung Eigenvorveröffentlichungen.** Konferenzbeiträge, Messeauftritte, Pressemitteilungen, Veröffentlichungen auf der eigenen Website sind neuheitsschädlich.

**Neuheitsschonfrist § 3 V PatG**: 6 Monate vor Anmeldung, **nur** bei offensichtlichem Missbrauch oder anerkannter Ausstellung iSd § 3 V Nr. 2 PatG. **Das EPÜ kennt keine vergleichbare Schonfrist** außer Art. 55 EPÜ (missbräuchlich, anerkannte Ausstellung). Wer das EPA als Weg wählt, verliert die DE-Schonfrist faktisch.

Beim **Gebrauchsmuster (§ 3 GebrMG)** existiert demgegenüber eine **6-monatige Neuheitsschonfrist für eigene Vorveröffentlichungen** — Gebrauchsmuster ist deshalb gelegentlich „Rettungsanker" nach einer Vorveröffentlichung.

4. Erfinderische Tätigkeit § 4 PatG / Art. 56 EPÜ

Maßstab: Naheliegen für den Fachmann. EPA-Standard und BGH-Praxis nutzen den **Aufgabe-Lösungs-Ansatz** (problem-solution approach):

1. **Nächstliegender Stand der Technik** auswählen 2. **Objektive technische Aufgabe** formulieren (Unterschied der Erfindung gegenüber nächstliegendem Stand der Technik → technischer Effekt → Aufgabe) 3. **Naheliegen** prüfen: hätte der Fachmann ausgehend vom nächstliegenden Stand der Technik in Erwartung des technischen Effekts die beanspruchte Lösung naheliegend erreicht (could-would-Ansatz)?

Bei **gemischten Erfindungen** (technisch + nicht-technisch, etwa Geschäftsmethode + Computer) zählen nur die zum technischen Beitrag beitragenden Merkmale (EPA „COMVIK", T 0641/00 ([EPA](https://www.epo.org/en/boards-of-appeal/decisions)) `[unverifiziert - prüfen]`).

Beim **Gebrauchsmuster** gilt nur ein **„erfinderischer Schritt"** geringer Schwelle (§ 1 GebrMG) — niedrigere Anforderung als § 4 PatG.

5. Gewerbliche Anwendbarkeit § 5 PatG / Art. 57 EPÜ

In der Praxis selten Problem; Hauptfall: Heilbehandlungs- und Diagnoseverfahren (§ 2a I Nr. 2 PatG / Art. 53 c EPÜ).

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AI skills for German legal practice and EU compliance. 66 plugins, 291 skills: general law, Fachanwaltschaften, high-volume practice areas, EU frameworks (KI-VO, NIS2, KRITIS, DORA, CSRD, Data Act, BFSG, MiCAR) and VDuG collective redress. Claude, Gemini, GPT. Statutes linked to primary sources; case law marked verified or [unverifiziert].

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