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/meldestelle-einrichten

Einrichtung einer HinSchG-konformen internen Meldestelle nach § 12 HinSchG – Auswahl Meldekanäle (mündlich, schriftlich, persönlich), Vertraulichkeitsschutz § 8, Anonymität § 16, Pflichten der Meldestelle § 13, Fristen § 17. Use when ein Unternehmen mit ≥ 50 EE die interne

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/meldestelle-einrichten

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Einrichtung einer HinSchG-konformen internen Meldestelle nach § 12 HinSchG – Auswahl Meldekanäle (mündlich, schriftlich, persönlich), Vertraulichkeitsschutz § 8, Anonymität § 16, Pflichten der Meldestelle § 13, Fristen § 17. Use when ein Unternehmen mit ≥ 50 EE die interne

SKILL.md

meldestelle-einrichten.SKILL.md
name: meldestelle-einrichten
description: "Einrichtung einer HinSchG-konformen internen Meldestelle nach § 12 HinSchG – Auswahl Meldekanäle (mündlich, schriftlich, persönlich), Vertraulichkeitsschutz § 8, Anonymität § 16, Pflichten der Meldestelle § 13, Fristen § 17. Use when ein Unternehmen mit ≥ 50 EE die interne Meldestelle erstmals aufsetzt oder eine bestehende auf HinSchG-Konformität prüft."
language: de
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/hinweisgeberschutz:meldestelle-einrichten

Zweck

Die interne Meldestelle ist gesetzliche Pflicht für jedes Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten. Eine **fehlende oder mangelhafte Meldestelle** ist nach § 40 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. Abs. 6 HinSchG bußgeldbewehrt mit bis zu **20.000 EUR**; **Vertraulichkeitsverletzungen** (§ 8) und **Repressalien** (§ 36) sowie das **Behindern einer Meldung** (§ 7 Abs. 2) werden mit bis zu **50.000 EUR** geahndet. Eine schlecht aufgesetzte Meldestelle verlagert den Schutz zudem auf die externe Meldestelle und erhöht Reputationsrisiken.

> **Stand:** HinSchG zuletzt geändert durch Artikel 14 G. v. 02.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 301). Zuständigkeitsverordnung HinSchGOWiZustV v. 09.04.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 111) — Bundesamt für Justiz ist zuständige Verfolgungsbehörde.

Eingaben

  • Beschäftigtenzahl (für Schwellenprüfung)
  • Konzernstruktur (gemeinsame Meldestelle möglich nach § 14 HinSchG für Unternehmen bis 249 EE)
  • Branchenspezifika (Finanzdienstleister: § 12 Abs. 3 HinSchG mit eigenen Regeln)
  • Bestehende Compliance-Strukturen (Compliance-Officer, Ombudsperson, Audit)
  • Sprachen / Standorte (mehrsprachige Meldungen, Auslandsbetriebe)

Ablauf

1. Pflichtprüfung (§ 12 Abs. 1, 2 HinSchG)

  • **≥ 250 Beschäftigte**: eigene interne Meldestelle pflicht
  • **50–249 Beschäftigte**: ebenfalls pflicht, aber **gemeinsame Meldestelle** im Konzern oder mit anderen Unternehmen zulässig (§ 14 HinSchG)
  • **< 50 Beschäftigte**: keine HinSchG-Pflicht, freiwillige Einrichtung empfohlen
  • **Finanzunternehmen**: Pflicht unabhängig von Größe (§ 12 Abs. 3 HinSchG)

2. Meldekanäle (§ 16 Abs. 1 HinSchG)

Mindestens zwei der drei Wege müssen angeboten werden — **mündlich**, **schriftlich** oder **auf Wunsch persönlich**:

  • **Mündlich:** Telefon, Voicemail, Hotline
  • **Schriftlich:** Postfach, E-Mail, Webformular, anonyme Tool-Eingabe
  • **Persönlich:** Termin in angemessener Frist (binnen 14 Tagen empfohlen)

3. Anonymität (§ 16 Abs. 1 S. 4 HinSchG)

Anonyme Meldungen müssen bearbeitet werden, soweit "dies die vorrangige Bearbeitung anderer Meldungen nicht gefährdet". Empfehlung: Tool mit Anonymitätsfunktion (z. B. Plattformen mit anonymen Kommunikationskanälen).

4. Pflichten der Meldestelle (§ 13 HinSchG)

  • Empfang in der vom Hinweisgeber gewählten Form
  • Bestätigung des Eingangs binnen **7 Tagen** (§ 17 Abs. 1 Nr. 1)
  • Aufrechterhaltung des Kontakts zum Hinweisgeber
  • Prüfung der Stichhaltigkeit
  • Folgemaßnahmen (interne Untersuchung, Verweis an zuständige Stelle, Verfahrenseinstellung mangels Stichhaltigkeit)
  • Rückmeldung an Hinweisgeber binnen **3 Monaten** (§ 17 Abs. 2)

5. Vertraulichkeit (§ 8 HinSchG)

Identität des Hinweisgebers, der betroffenen Personen und Dritter wird vertraulich behandelt. Offenbarung nur in den Ausnahmen § 9 (Einwilligung, gesetzliche Verpflichtung, Strafverfolgung im Ausnahmefall).

6. Repressalienverbot (§ 36 HinSchG)

Beweislastumkehr: Bei beruflichem Nachteil nach Meldung wird vermutet, dass es sich um Repressalie handelt (§ 36 Abs. 2). Arbeitgeber muss Gegenteil beweisen.

7. Personalauswahl der Meldestelle

  • Funktional unabhängig
  • Sachkompetent
  • Verschwiegen
  • Kein Interessenkonflikt
  • Hauptamtlich oder als zusätzliche Funktion zulässig — die Funktion darf aber **nicht** mit kollidierenden Aufgaben (z. B. Personalentscheidungen) verbunden werden

8. Dokumentation (§ 11 HinSchG)

Vorgänge sind zu dokumentieren. Aufbewahrungsfrist: **3 Jahre** nach Verfahrensabschluss.

Quellen

Statute

  • [HinSchG (Hinweisgeberschutzgesetz)](https://www.gesetze-im-internet.de/hinschg/) — Volltext
  • [§§ 8, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 36, 40 HinSchG](https://www.gesetze-im-internet.de/hinschg/)
  • [Richtlinie (EU) 2019/1937](https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/1937/oj) — EU-Whistleblower-Richtlinie

Sekundärliteratur

  • Reufels, Hinweisgeberschutz, 1. Aufl. 2024
  • Schmidt-Husson, HinSchG-Praxiskommentar, 2. Aufl. 2024
  • BeckOK HinSchG (Online)

Aufsichts-/Behörden-Hinweise

  • BMJ – FAQ zum HinSchG
  • BfJ – Externe Meldestelle des Bundesamts für Justiz: https://www.bundesjustizamt.de/

Ausgabeformat

HINWEISGEBER-MELDESTELLE — Einrichtungsplan — <Mandant> — <Datum>

I.    Pflichtprüfung (§ 12)         [eigene / gemeinsam / nicht pflicht]
II.   Meldekanäle (§ 16)            [mündlich / schriftlich / persönlich] ≥ 2
III.  Anonymität                     [Tool / Funktionalität / Verfahren]
IV.   Bearbeitungsfristen            7-Tage-Bestätigung / 3-Monats-Rückmeldung
V.    Vertraulichkeit (§ 8)          Maßnahmen: <…>
VI.   Repressalienverbot (§ 36)      Schulung / Eskalation: <…>
VII.  Personalauswahl                [Compliance / extern / Ombudsperson]
VIII. Dokumentation (§ 11)           Aufbewahrung 3 Jahre, System: <…>

Implementierungs-Roadmap:
  - Woche 1–2: <…>
  - Woche 3–4: <…>
  - Woche 5–8: <…>

Risiken / typische Fehler

  • **Anonyme Meldungen blockiert** — verstößt gegen § 16 Abs. 1 S. 4 HinSchG.
  • **Meldekanäle nur per E-Mail** — verfehlt das Mindestmaß; mindestens zwei der drei Wege.
  • **Compliance-Officer mit Personalverantwortung als Meldestelle** — Interessenkonflikt.
  • **Bestätigungsfrist 7 Tage verfehlt** — kein Bußgeldtatbestand, aber Indiz für mangelhafte Meldestelle.
  • **Repressalienschutz schlecht kommuniziert** — Beweislastumkehr greift häufig zugunsten Hinweisgeber.
  • **Dokumentation nur Personalakte** — falsche Aufbewahrung, Bruch der Vertraulichkeit § 8.
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