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/massenentlassungsanzeige

Massenentlassung nach §§ 17, 18 KSchG – Schwellenwerte § 17 Abs. 1 KSchG und Betriebsbegriff, Konsultationsverfahren mit dem Betriebsrat § 17 Abs. 2 KSchG, Abschrift an die Agentur für Arbeit § 17 Abs. 3 S. 1 KSchG, Muss- und Soll-Angaben der Anzeige § 17 Abs. 3 S. 4 und 5

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How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/massenentlassungsanzeige

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Massenentlassung nach §§ 17, 18 KSchG – Schwellenwerte § 17 Abs. 1 KSchG und Betriebsbegriff, Konsultationsverfahren mit dem Betriebsrat § 17 Abs. 2 KSchG, Abschrift an die Agentur für Arbeit § 17 Abs. 3 S. 1 KSchG, Muss- und Soll-Angaben der Anzeige § 17 Abs. 3 S. 4 und 5

SKILL.md

massenentlassungsanzeige.SKILL.md
name: massenentlassungsanzeige
description: "Massenentlassung nach §§ 17, 18 KSchG – Schwellenwerte § 17 Abs. 1 KSchG und Betriebsbegriff, Konsultationsverfahren mit dem Betriebsrat § 17 Abs. 2 KSchG, Abschrift an die Agentur für Arbeit § 17 Abs. 3 S. 1 KSchG, Muss- und Soll-Angaben der Anzeige § 17 Abs. 3 S. 4 und 5 KSchG, Entlassungssperre und Freifrist § 18 KSchG, Umsetzung der Richtlinie 98/59/EG, Rechtsfolgen von Konsultations- und Anzeigefehlern. Use when ein Arbeitgeber einen Personalabbau plant, der die Schwellen des § 17 KSchG erreichen könnte, oder wenn eine ausgesprochene Kündigung auf Massenentlassungsfehler geprüft wird."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/arbeitsrecht:massenentlassungsanzeige

Zweck

Die Massenentlassungsanzeige ist ein Verfahren mit zwei getrennten Strängen: das **Konsultationsverfahren** mit dem Betriebsrat (§ 17 Abs. 2 KSchG) und die **Anzeige** an die Agentur für Arbeit (§ 17 Abs. 1, 3 KSchG). Beide sind vor Ausspruch der Kündigungen abzuschließen, beide haben eigene Fehlerfolgen — und beide sind nach dem Stand 2026 wieder **voll sanktioniert** (EuGH v. 30.10.2025; BAG v. 01.04.2026 — Nachweise unter Nr. 5). Die 2024 diskutierte Entlastung für Anzeigefehler trägt nicht mehr. Dieser Skill trennt die Stränge und dokumentiert den Ablauf prüffest.

Eingaben

  • **Betriebsbegriff:** Welche organisatorische Einheit ist „Betrieb" im Sinne der Richtlinie 98/59/EG? (unionsrechtlich autonom, nicht identisch mit § 1 BetrVG)
  • Regelmäßige Beschäftigtenzahl des Betriebs (§ 17 Abs. 5 KSchG: Organmitglieder, Geschäftsführer, Betriebsleiter zählen nicht)
  • Geplante Zahl der Entlassungen und **Zeitraum** (30 Kalendertage, rollierend)
  • Andere vom Arbeitgeber veranlasste Beendigungen (Aufhebungsverträge!) — § 17 Abs. 1 S. 2 KSchG
  • Betriebsrat vorhanden? Interessenausgleich und Sozialplan (§§ 111, 112 BetrVG) geplant?
  • Beherrschendes Unternehmen im Konzern beteiligt? (§ 17 Abs. 3a KSchG)

Sub-Agent-Architektur

1. **Researcher** ([`../../agents/researcher.md`](../../agents/researcher.md)) liefert §§ 17, 18 KSchG mit URL, Richtlinie 98/59/EG, EuGH- und BAG-Linien zu Anzeige- und Konsultationsfehlern. 2. **Drafter** ([`../../agents/drafter.md`](../../agents/drafter.md)) erstellt Unterrichtungsschreiben an den Betriebsrat, Anzeigetext und Zeitplan. 3. **Reviewer** ([`../../agents/reviewer.md`](../../agents/reviewer.md)) prüft Schwellenberechnung, Reihenfolge der Verfahrensschritte und Vollständigkeit der Angaben.

Ablauf

1. Schwellenwerte ([§ 17 Abs. 1 KSchG](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__17.html))

Anzeigepflicht besteht, wenn innerhalb von **30 Kalendertagen** entlassen werden:

| Betriebsgröße (i.d.R. Beschäftigte) | Schwelle | |---|---| | > 20 und < 60 | mehr als 5 Arbeitnehmer | | ≥ 60 und < 500 | 10 % der regelmäßig Beschäftigten **oder** mehr als 25 Arbeitnehmer | | ≥ 500 | mindestens 30 Arbeitnehmer |

Drei Fallen bei der Berechnung:

1. **„Entlassung" ist der Ausspruch der Kündigung**, nicht das Ende des Arbeitsverhältnisses (richtlinienkonforme Auslegung nach EuGH, Urt. v. 27.01.2005 – C-188/03, *Junk*; [dejure.org](https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=27.01.2005&Aktenzeichen=C-188/03)). Maßgeblich ist der Zeitraum, in dem die Kündigungen **erklärt** werden. 2. **Aufhebungsverträge zählen mit** (§ 17 Abs. 1 S. 2 KSchG: „andere Beendigungen, die vom Arbeitgeber veranlasst werden"). Der Versuch, unter der Schwelle zu bleiben, indem man Aufhebungsverträge vorschaltet, geht regelmäßig fehl. 3. **Fristlose Entlassungen** werden nach § 17 Abs. 4 S. 2 KSchG bei der Mindestzahl **nicht** mitgerechnet.

Der **Betriebsbegriff** ist unionsrechtlich auszulegen: eine unterscheidbare Einheit von gewisser Dauer und Stabilität mit eigener Belegschaft und technischen Mitteln — organisatorische Selbständigkeit oder ein eigener Betriebsrat sind nicht erforderlich (EuGH-Rspr. zum Betriebsbegriff der Richtlinie 98/59/EG `[unverifiziert – prüfen]`).

2. Konsultationsverfahren ([§ 17 Abs. 2 KSchG](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__17.html))

Der Arbeitgeber hat dem Betriebsrat **rechtzeitig** die zweckdienlichen Auskünfte zu erteilen und ihn **schriftlich** zu unterrichten über:

1. die Gründe für die geplanten Entlassungen, 2. Zahl und Berufsgruppen der zu entlassenden Arbeitnehmer, 3. Zahl und Berufsgruppen der in der Regel beschäftigten Arbeitnehmer, 4. den Zeitraum, in dem die Entlassungen vorgenommen werden sollen, 5. die vorgesehenen Auswahlkriterien, 6. die für die Berechnung etwaiger Abfindungen vorgesehenen Kriterien.

Anschließend ist mit dem Betriebsrat **ernsthaft zu beraten**, ob Entlassungen vermieden oder eingeschränkt und ihre Folgen gemildert werden können (§ 17 Abs. 2 S. 2 KSchG). Das Verfahren muss vor Ausspruch der Kündigungen **abgeschlossen** sein — der Abschluss ist zu dokumentieren (abschließende Stellungnahme des Betriebsrats, Protokoll, Interessenausgleich).

**Konzernklausel:** Nach § 17 Abs. 3a KSchG gelten die Pflichten auch, wenn die Entscheidung von einem beherrschenden Unternehmen getroffen wurde; der Arbeitgeber kann sich nicht darauf berufen, dieses habe die Auskünfte nicht übermittelt.

3. Anzeige an die Agentur für Arbeit ([§ 17 Abs. 3 KSchG](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__17.html))

Zwei getrennte Übermittlungen:

  • **Abschrift der BR-Unterrichtung** (§ 17 Abs. 3 S. 1 KSchG): gleichzeitig mit der Unterrichtung des Betriebsrats an die Agentur; sie muss mindestens die Angaben zu Abs. 2 S. 1 Nr. 1–5 enthalten.
  • **Anzeige** (§ 17 Abs. 3 S. 2 KSchG): schriftlich, unter Beifügung der **Stellungnahme des Betriebsrats**. Liegt keine Stellungnahme vor, ist die Anzeige nur wirksam, wenn der Arbeitgeber glaubhaft macht, den Betriebsrat mindestens **zwei Wochen** vor Erstattung der Anzeige unterrichte
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