Skip to content
Content
Skill

/dma-gatekeeper-pflichten

Prüfung der Torwächter-Benennung Art. 3 DMA und des Pflichtenkatalogs Art. 5 DMA und Art. 6 DMA (Verbot der Selbstbevorzugung, Datennutzung, Interoperabilität) sowie der Interoperabilität von Kommunikationsdiensten Art. 7 DMA – samt Durchsetzung. Use when ein Unternehmen prüft,

From plugin
ai-skills-german-law
29200 skills3 agents1 MCP
Install
$ npx -y skills add borghei/AI-Skills-German-Law --skill dma-gatekeeper-pflichten --agent claude-code

How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/dma-gatekeeper-pflichten

Context preview

The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Prüfung der Torwächter-Benennung Art. 3 DMA und des Pflichtenkatalogs Art. 5 DMA und Art. 6 DMA (Verbot der Selbstbevorzugung, Datennutzung, Interoperabilität) sowie der Interoperabilität von Kommunikationsdiensten Art. 7 DMA – samt Durchsetzung. Use when ein Unternehmen prüft,

SKILL.md

dma-gatekeeper-pflichten.SKILL.md
name: dma-gatekeeper-pflichten
description: "Prüfung der Torwächter-Benennung Art. 3 DMA und des Pflichtenkatalogs Art. 5 DMA und Art. 6 DMA (Verbot der Selbstbevorzugung, Datennutzung, Interoperabilität) sowie der Interoperabilität von Kommunikationsdiensten Art. 7 DMA – samt Durchsetzung. Use when ein Unternehmen prüft, ob es als Gatekeeper benannt ist oder wird, oder welche Verhaltenspflichten der DMA seinem zentralen Plattformdienst auferlegt."
language: de
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/dsa-dma:dma-gatekeeper-pflichten

Zweck

Die [VO (EU) 2022/1925 (DMA)](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32022R1925) unterwirft als **Torwächter (Gatekeeper)** benannte Betreiber zentraler Plattformdienste einem festen Katalog von Verhaltenspflichten. Dieser Skill prüft, ob die Benennungsschwellen nach **Art. 3 DMA** erreicht sind und welche Ge- und Verbote nach **Art. 5 DMA** und **Art. 6 DMA** den jeweiligen zentralen Plattformdienst treffen.

Eingaben

  • Art des zentralen Plattformdienstes (Suchmaschine, Marktplatz, App-Store, Betriebssystem, Browser, sozialer Dienst, Messenger, Werbedienst)
  • Unternehmenskennzahlen (Umsatz/Marktkapitalisierung, aktive Endnutzer/gewerbliche Nutzer)
  • Bereits erfolgte Benennung durch die EU-Kommission?
  • Konkrete beanstandete Praxis (Selbstbevorzugung, Datenverknüpfung, Kopplung, Interoperabilität)

Sub-Agent-Architektur

Drei gedankliche Rollen strukturieren die Prüfung. Ein **Benennungs-Prüfer** untersucht, ob die quantitativen und qualitativen Schwellen des Art. 3 DMA erfüllt sind oder eine Benennung bereits vorliegt. Ein **Pflichten-Mapper** ordnet dem konkreten zentralen Plattformdienst die einschlägigen Pflichten aus Art. 5 DMA (unmittelbar anwendbar) und Art. 6 DMA (gegebenenfalls konkretisierungsbedürftig) zu. Ein **Durchsetzungs-Analyst** bewertet das Bußgeldrisiko und Verfahren bei Verstößen. Der Benennungs-Prüfer übergibt an den Pflichten-Mapper erst, wenn die Gatekeeper-Eigenschaft bejaht oder unterstellt ist.

Ablauf

1. Benennung als Torwächter (Art. 3 DMA)

Ein Unternehmen wird benannt, wenn es

a) erheblichen Einfluss auf den Binnenmarkt hat (Umsatz-/Marktkapitalisierungsschwelle), b) einen zentralen Plattformdienst als wichtiges Zugangstor für gewerbliche Nutzer zu Endnutzern betreibt und c) eine gefestigte, dauerhafte Position innehat (Nutzerschwellen über drei Jahre).

Die quantitativen Schwellen begründen eine widerlegbare Vermutung; die Kommission kann auch ohne Schwellenerreichung benennen.

2. Pflichten nach Art. 5 DMA

Unmittelbar geltende Ge- und Verbote, u. a.:

  • **Datenverknüpfungsverbot**: keine Zusammenführung personenbezogener Daten aus dem zentralen Plattformdienst mit anderen Diensten ohne Einwilligung
  • **Anti-Steering**: gewerblichen Nutzern darf nicht verboten werden, Angebote außerhalb der Plattform zu bewerben
  • **Kein Verbot des Direktvertriebs** an Endnutzer außerhalb der Plattform
  • keine Pflicht zur Nutzung der plattformeigenen Identifizierungs-, Bezahl- oder Browser-Engine als Kopplung
  • keine Beschränkung beim Anzeigen von Beschwerden bei Behörden

3. Pflichten nach Art. 6 DMA

Pflichten, die einer Konkretisierung zugänglich sind, u. a.:

  • **Verbot der Selbstbevorzugung** beim Ranking eigener Produkte/Dienste gegenüber Dritten (Art. 6 Abs. 5 DMA)
  • **Datennutzung**: keine Verwendung nicht öffentlicher Daten gewerblicher Nutzer im Wettbewerb mit ihnen
  • **Interoperabilität** und gleichberechtigter Zugang zu Betriebssystem-/Hardwarefunktionen (Art. 6 Abs. 7 DMA)
  • Deinstallierbarkeit vorinstallierter Apps, Wechsel von Voreinstellungen
  • Datenportabilität und Echtzeit-Datenzugang für Endnutzer und gewerbliche Nutzer

4. Interoperabilität von Kommunikationsdiensten (Art. 7 DMA)

Betreiber nummernunabhängiger interpersoneller Kommunikationsdienste (Messenger) müssen die **Interoperabilität der Grundfunktionen** mit Diensten anderer Anbieter auf Anfrage ermöglichen.

5. Durchsetzung (Art. 8, Art. 13, Art. 30 DMA)

  • Compliance-Bericht und Pflicht zur wirksamen Einhaltung (Art. 8 DMA)
  • Umgehungsverbot (Art. 13 DMA)
  • Geldbußen bis **10 % des weltweiten Jahresumsatzes**, bei Wiederholung bis **20 %** (Art. 30 DMA)

Risiken

  • **Selbstbevorzugung** — bevorzugtes Ranking eigener Dienste verstößt gegen Art. 6 Abs. 5 DMA und ist ein zentrales Durchsetzungsthema.
  • **Datenverknüpfung ohne Einwilligung** — Zusammenführung von Nutzerdaten über Dienste hinweg verletzt Art. 5 DMA.
  • **Umgehungskonstruktionen** — Designtricks (Dark Patterns, Scheineinwilligung) lösen das Umgehungsverbot Art. 13 DMA aus.
  • **Bußgeldrisiko** — Verstöße können bis 10 % bzw. 20 % des Weltumsatzes nach Art. 30 DMA kosten.

Ausgabeformat

DMA GATEKEEPER-PRÜFUNG — <Unternehmen / Dienst> — <Datum>

I.   Zentraler Plattformdienst                 [Typ]
II.  Benennung (Art. 3 DMA)                     [erfolgt / Schwellen erfüllt / offen]
III. Pflichten Art. 5 DMA                       [einschlägig: <…>]
IV.  Pflichten Art. 6 DMA                        [einschlägig: <…>]
     Selbstbevorzugung (Art. 6 Abs. 5 DMA)      [betroffen? <…>]
     Interoperabilität (Art. 6 Abs. 7 DMA)      [betroffen? <…>]
V.   Kommunikationsdienste (Art. 7 DMA)         [betroffen? <…>]
VI.  Durchsetzungsrisiko (Art. 30 DMA)          [bis 10 % / 20 % Weltumsatz]

Empfehlung: <…>
Nächste Schritte: <…>

Quellen

Statute

  • [VO (EU) 2022/1925 (DMA)](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32022R1925) — Volltext
  • Art. 3 DMA (Benennung), Art. 5 DMA (Pflichten), Art. 6 DMA (Pflichten), Art. 7 DMA (Interoperabilität Kommunikation), Art. 8 DMA (Einhaltung), Art. 13 DMA (Umgehungsverbot), Art. 30 DMA (Geldbußen)

Sekundärliteratur

  • Körber, DMA-Kommentar, 1. Aufl. 2024
  • Bundeskartellamt, Hinweise zur Digitalwirtschaft
Read more
Ships withai-skills-german-law

AI skills for German legal practice and EU compliance. 66 plugins, 291 skills: general law, Fachanwaltschaften, high-volume practice areas, EU frameworks (KI-VO, NIS2, KRITIS, DORA, CSRD, Data Act, BFSG, MiCAR) and VDuG collective redress. Claude, Gemini, GPT. Statutes linked to primary sources; case law marked verified or [unverifiziert].

Get the whole plugin

Other skills on ai-skills-german-law.