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/arbeitszeugnis

Erteilung, Prüfung und Berichtigung des Arbeitszeugnisses – Anspruch auf einfaches und qualifiziertes Zeugnis § 109 GewO, § 630 BGB, Gebot der Zeugnisklarheit und Verbot verdeckter Aussagen § 109 Abs. 2 GewO, Notenstufen der Zeugnissprache und Geheimcodes, Verteilung der

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/arbeitszeugnis

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Erteilung, Prüfung und Berichtigung des Arbeitszeugnisses – Anspruch auf einfaches und qualifiziertes Zeugnis § 109 GewO, § 630 BGB, Gebot der Zeugnisklarheit und Verbot verdeckter Aussagen § 109 Abs. 2 GewO, Notenstufen der Zeugnissprache und Geheimcodes, Verteilung der

SKILL.md

arbeitszeugnis.SKILL.md
name: arbeitszeugnis
description: "Erteilung, Prüfung und Berichtigung des Arbeitszeugnisses – Anspruch auf einfaches und qualifiziertes Zeugnis § 109 GewO, § 630 BGB, Gebot der Zeugnisklarheit und Verbot verdeckter Aussagen § 109 Abs. 2 GewO, Notenstufen der Zeugnissprache und Geheimcodes, Verteilung der Darlegungslast (ab der Note 'befriedigend' trägt der Arbeitnehmer die Darlegungslast für eine bessere Beurteilung), Zwischenzeugnis, Berichtigungs- und Erfüllungsklage, Form und Ausstellungsdatum. Use when ein Arbeitnehmer ein Zeugnis verlangt oder ein erteiltes Zeugnis auf verdeckte Abwertungen prüfen lässt, oder wenn ein Arbeitgeber ein rechtssicheres Zeugnis formulieren will."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/arbeitsrecht:arbeitszeugnis

Zweck

Das Arbeitszeugnis ist der einzige Bereich des Arbeitsrechts, in dem eine überwiegend außergesetzliche, von der Praxis entwickelte Kunstsprache über den Marktwert eines Menschen entscheidet. Der Gesetzestext ([§ 109 GewO](https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__109.html)) umfasst drei Absätze; der Streit dreht sich fast immer um eine Formulierung, die dort nicht steht. Dieser Skill übersetzt die Zeugnissprache in Noten, prüft auf verdeckte Abwertungen und formuliert Berichtigungsverlangen.

Eingaben

  • Zeugnisart: **einfaches** (Art und Dauer) oder **qualifiziertes** Zeugnis (zusätzlich Leistung und Verhalten)
  • Anlass: Beendigung / Zwischenzeugnis (Vorgesetztenwechsel, Versetzung, Elternzeit, Bewerbung) / vorläufiges Zeugnis
  • Tätigkeitsbeschreibung, Dauer, Position, wesentliche Projekte und Verantwortungsbereiche
  • Vorliegendes Zeugnis im Volltext (bei Prüfung)
  • Vorhandene Leistungsbeurteilungen, Zielerreichungen, frühere Zwischenzeugnisse — die Beweismittel für eine überdurchschnittliche Note
  • Beendigungsgrund (steuert die Zulässigkeit einer Beendigungsangabe)

Sub-Agent-Architektur

1. **Researcher** ([`../../agents/researcher.md`](../../agents/researcher.md)) liefert § 109 GewO, § 630 BGB und die BAG-Linien zur Darlegungslast und zur Schlussformel. 2. **Drafter** ([`../../agents/drafter.md`](../../agents/drafter.md)) erstellt den Zeugnistext bzw. das Berichtigungsverlangen mit konkreter Ersatzformulierung. 3. **Reviewer** ([`../../agents/reviewer.md`](../../agents/reviewer.md)) prüft Notenkonsistenz, Vollständigkeit, Form und Datierung.

Ablauf

1. Anspruchsgrundlage und Inhalt ([§ 109 GewO](https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__109.html), [§ 630 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630.html))

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses besteht Anspruch auf ein **schriftliches** Zeugnis (§ 109 Abs. 1 S. 1 GewO). Es muss mindestens Art und Dauer der Tätigkeit enthalten (einfaches Zeugnis, S. 2); auf Verlangen erstreckt es sich auf **Leistung und Verhalten** (**qualifiziertes Zeugnis**, S. 3). § 630 BGB enthält die parallele Regelung für das Dienstverhältnis.

**Form:** Schriftform. Die elektronische Form ist **ausgeschlossen**, es sei denn, der Arbeitnehmer willigt ein (§ 109 Abs. 3 GewO). Ein per PDF übersandtes Zeugnis ohne Einwilligung erfüllt den Anspruch nicht.

Der Anspruch ist eine **Holschuld** am Betriebssitz; auf Verlangen und bei zumutbaren Umständen kommt eine Übersendung in Betracht (§ 241 Abs. 2 BGB).

2. Zeugnisklarheit und das Verbot verdeckter Aussagen ([§ 109 Abs. 2 GewO](https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__109.html))

Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf **keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als die aus der äußeren Form oder dem Wortlaut ersichtliche Aussage zu treffen.** Das ist die gesetzliche Absage an Geheimcodes — die in der Praxis dennoch fortleben, weil die Kunstsprache selbst als „ersichtlich" gilt, sobald sie branchenüblich ist.

Zwei Leitprinzipien, die aus § 109 Abs. 2 GewO und dem allgemeinen Rücksichtnahmegebot ([§ 241 Abs. 2 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__241.html)) folgen:

  • **Wahrheitspflicht** gegenüber dem künftigen Arbeitgeber, und
  • **Wohlwollenspflicht** gegenüber dem Arbeitnehmer — das Zeugnis darf das berufliche Fortkommen nicht unnötig erschweren.

Bei Konflikt geht die Wahrheit vor; der Spielraum ist die Auswahl und Gewichtung, nicht die Erfindung.

3. Notenstufen der Zeugnissprache

Die Leistungsbeurteilung folgt einer Skala, die über das Adverb und den Zufriedenheitsgrad gebildet wird:

| Note | Standardformulierung Leistung | |---|---| | sehr gut (1) | „…stets zu unserer **vollsten** Zufriedenheit" | | gut (2) | „…stets zu unserer **vollen** Zufriedenheit" | | befriedigend (3) | „…zu unserer **vollen** Zufriedenheit" | | ausreichend (4) | „…zu unserer Zufriedenheit" | | mangelhaft (5) | „…**im Großen und Ganzen** zu unserer Zufriedenheit" | | ungenügend (6) | „…hat sich **bemüht**, die Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen" |

Für das **Verhalten** gilt eine eigene Reihung; entscheidend ist zusätzlich die **Reihenfolge der Genannten**:

| Note | Formulierung | |---|---| | sehr gut | „Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich." | | gut | „…war stets einwandfrei." | | befriedigend | „…war einwandfrei." | | ausreichend | „…gab zu keiner Zeit Anlass zu Beanstandungen." |

**Reihenfolgen-Code:** Werden die Vorgesetzten **nach** den Kollegen genannt oder ganz weggelassen, liest die Praxis das als Hinweis auf Konflikte mit der Führungsebene. Die korrekte Reihung ist Vorgesetzte → Kollegen → Kunden.

4. Geheimcodes — Prüfraster

| Formulierung | Gelesene Bedeutung | |---|---| | „stets bemüht" | Leistung ungenügend | | „hat alle Aufgaben mit großem Fleiß und Interesse erledigt" | Eifrig, aber erfolglos | | „war gesellig und trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei" | Alkohol- oder Geselligkeitsproblem | | „zeigte für seine Arbeit Verständnis" | Ohne

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