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/widerruf-verbraucherdarlehen

Prüfung des Widerrufs eines Verbraucherdarlehensvertrags § 491 BGB. Pflichtangaben § 492 BGB i.V.m. Art. 247 EGBGB, Widerrufsrecht § 495 BGB i.V.m. § 355 BGB, Fristbeginn § 356b BGB, Rückabwicklung § 357b BGB; fehlerhafte Widerrufsinformation („Widerrufsjoker\"). Use when ein

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/widerruf-verbraucherdarlehen

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Prüfung des Widerrufs eines Verbraucherdarlehensvertrags § 491 BGB. Pflichtangaben § 492 BGB i.V.m. Art. 247 EGBGB, Widerrufsrecht § 495 BGB i.V.m. § 355 BGB, Fristbeginn § 356b BGB, Rückabwicklung § 357b BGB; fehlerhafte Widerrufsinformation („Widerrufsjoker\"). Use when ein

SKILL.md

widerruf-verbraucherdarlehen.SKILL.md
name: widerruf-verbraucherdarlehen
description: "Prüfung des Widerrufs eines Verbraucherdarlehensvertrags § 491 BGB. Pflichtangaben § 492 BGB i.V.m. Art. 247 EGBGB, Widerrufsrecht § 495 BGB i.V.m. § 355 BGB, Fristbeginn § 356b BGB, Rückabwicklung § 357b BGB; fehlerhafte Widerrufsinformation („Widerrufsjoker\"). Use when ein Verbraucher den Widerruf eines Darlehensvertrags erwägt oder die Wirksamkeit einer Widerrufsbelehrung geprüft wird."
language: de
provider_variants: [claude, gemini, openai]
test: ./test.md

/bankrecht:widerruf-verbraucherdarlehen

Zweck

Bei fehlerhaften Pflichtangaben oder fehlerhafter Widerrufsinformation beginnt die 14-tägige Widerrufsfrist nicht zu laufen — der Vertrag bleibt für den Verbraucher unter Umständen jahrelang widerruflich („Widerrufsjoker"). Dieser Skill prüft, ob ein Widerruf nach § 495 BGB noch möglich ist, welche Rechtsfolgen die Rückabwicklung nach § 357b BGB auslöst und welche Angriffspunkte die Widerrufsinformation bietet.

Eingaben

  • Vertragstyp (Allgemein-Verbraucherdarlehen, Immobiliar-Verbraucherdarlehen, verbundenes Geschäft)
  • Datum des Vertragsschlusses (maßgebend für die anwendbare Fassung)
  • Darlehensbetrag, Sollzinssatz, effektiver Jahreszins, Laufzeit
  • Vollständige Widerrufsinformation/Widerrufsbelehrung im Vertragstext
  • Vorhandensein und Wortlaut der Pflichtangaben (Art. 247 EGBGB)
  • Bereits geleistete Zahlungen, ggf. Verbundgeschäft

Sub-Agent-Architektur

Der **Researcher** verifiziert die einschlägige Fassung der §§ 491 ff. BGB zum Vertragsdatum, bestätigt jeden Paragraphen über gesetze-im-internet.de und recherchiert einschlägige BGH-/EuGH-Rechtsprechung zur Widerrufsinformation; ungesicherte Aktenzeichen werden als `[unverifiziert – prüfen]` markiert. Der **Drafter** ordnet die Vertragsklauseln den gesetzlichen Pflichtangaben zu und entwirft die Widerrufsprüfung entlang des Ablaufs. Der **Reviewer** prüft, ob der Fristbeginn nach § 356b BGB korrekt hergeleitet ist, ob Kausalität und Rechtsfolgen vollständig adressiert sind und ob keine Tatsachen erfunden wurden.

Ablauf

1. Anwendungsbereich (§ 491 BGB)

[§ 491 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__491.html): Verbraucherdarlehensvertrag, wenn Unternehmer (§ 14 BGB) an Verbraucher (§ 13 BGB) ein entgeltliches Darlehen über mehr als 200 EUR gewährt. Abgrenzung Allgemein- vs. Immobiliar-Verbraucherdarlehen (§ 491 Abs. 3 BGB), da Fristbegrenzung und Pflichtangaben abweichen.

2. Pflichtangaben (§ 492 BGB i.V.m. Art. 247 EGBGB)

[§ 492 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__492.html) verlangt Schriftform und die in [Art. 247 EGBGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_247.html) aufgeführten **Pflichtangaben**. Prüfraster:

  • Nettodarlehensbetrag, Sollzinssatz, effektiver Jahreszins
  • Vertragslaufzeit, Anzahl/Höhe/Fälligkeit der Raten
  • Verzugszinssatz und Art der Anpassung
  • Hinweis auf Verzugsfolgen und außergerichtliche Beschwerdeverfahren
  • Berechnungsmethode der Vorfälligkeitsentschädigung
  • **Widerrufsinformation** (siehe Ziff. 3)

Fehlende oder fehlerhafte Pflichtangabe → Frist beginnt nicht (§ 356b BGB).

3. Widerrufsrecht (§ 495 BGB i.V.m. § 355 BGB)

[§ 495 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__495.html) gewährt dem Darlehensnehmer das Widerrufsrecht nach [§ 355 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__355.html):

  • **Frist:** 14 Tage
  • **Fristbeginn:** erst nach Erhalt aller Pflichtangaben und ordnungsgemäßer Widerrufsinformation ([§ 356b BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__356b.html))
  • **Form:** Widerrufserklärung formfrei, keine Begründung
  • **Kausalitäts-/Gesetzlichkeitsfiktion:** Verwendung des amtlichen Musters (Art. 247 § 6 Abs. 2 EGBGB) schützt den Darlehensgeber; jede Abweichung öffnet den „Widerrufsjoker".

4. Prüfung der Widerrufsinformation

  • Klarheit und Verständlichkeit des Fristbeginns („Kaskadenverweis" — EuGH-kritisch)
  • Vollständige Pflichtangaben-Auflistung als Voraussetzung des Fristlaufs
  • Korrekte Angaben zu Wertersatz und Rückzahlungspflichten
  • Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen: absolute Erlöschensgrenze (§ 356b Abs. 2 S. 4 BGB)

5. Rechtsfolgen (§ 357b BGB)

[§ 357b BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__357b.html): Rückgewährschuldverhältnis. Darlehensnehmer zahlt Nettodarlehen zurück und schuldet den vereinbarten Sollzins bis zur Rückzahlung; bei Immobiliardarlehen kann ein geringerer Gebrauchsvorteil nachgewiesen werden. Verbundene Verträge (§ 358 BGB) werden mit-rückabgewickelt.

Risiken / typische Fehler

  • **Fehlerhafte Widerrufsinformation übersehen** — der „Widerrufsjoker" verlängert die Frist faktisch unbegrenzt; ungeprüfte Übernahme des Bankformulars verschenkt die Verteidigung.
  • **Pflichtangaben nur formal abgehakt** — eine einzige fehlerhafte Pflichtangabe hindert den Fristbeginn nach § 356b BGB.
  • **Fristbeginn falsch berechnet** — Verwechslung von Vertragsschluss und Erhalt der Pflichtangaben.
  • **Rückabwicklung unterschätzt** — Sollzinspflicht und Nutzungsersatz nach § 357b BGB können den wirtschaftlichen Vorteil aufzehren; Verbundgeschäft nach § 358 BGB nicht mitbedacht.
  • **Verwirkung/Rechtsmissbrauch ignoriert** — bei lange zurückliegenden Darlehen prüft die Rechtsprechung Verwirkung; ungesicherte Aktenzeichen sind als `[unverifiziert – prüfen]` zu kennzeichnen.

Quellen

  • [§ 491 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__491.html), [§ 492 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__492.html), [§ 495 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__495.html)
  • [§ 355 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__355.html), [§ 356b BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__356b.html), [§ 357b BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__357b.html)
  • [Art. 247 EGBGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_247.html)
  • EuGH, Urt. v. 26.03.2020 – C-66/19 (Kaskadenverweis) `[unverifiziert – prüfen]`
  • BGH, Urt. v. 27.02.2018 – XI ZR 160/17 `[unverifiziert – prüfen]`

Ausgabeformat

WIDERRUF VERBRAUCHERDARLEHEN —
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