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/reisevermittlung-informationspflichten

Rollenabgrenzung und Informationspflichten im Reisevertrieb – Reiseveranstalter § 651a BGB, Reisevermittler § 651v BGB, verbundene Reiseleistungen § 651w BGB, vorvertragliche Informationspflichten nach Art. 250 EGBGB und das gesetzliche Formblatt, Haftung des Vermittlers für

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How it fires

How this skill gets triggered: by you, by Claude, or both.

  • Fires itselfAuto-invocation. Claude auto-loads it when your prompt matches the work.Auto-invocation is when the right skill fires by itself at the right moment, driven by a FLOW.md router and a hook, instead of you invoking it by name. It is the difference between a skill being installed and a skill actually getting used.Read the full definition →
  • You can call itInvoke it directly when you want it.
  • Slash command/reisevermittlung-informationspflichten

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The summary Claude sees to decide when to auto-load this skill.

Rollenabgrenzung und Informationspflichten im Reisevertrieb – Reiseveranstalter § 651a BGB, Reisevermittler § 651v BGB, verbundene Reiseleistungen § 651w BGB, vorvertragliche Informationspflichten nach Art. 250 EGBGB und das gesetzliche Formblatt, Haftung des Vermittlers für

SKILL.md

reisevermittlung-informationspflichten.SKILL.md
name: reisevermittlung-informationspflichten
description: "Rollenabgrenzung und Informationspflichten im Reisevertrieb – Reiseveranstalter § 651a BGB, Reisevermittler § 651v BGB, verbundene Reiseleistungen § 651w BGB, vorvertragliche Informationspflichten nach Art. 250 EGBGB und das gesetzliche Formblatt, Haftung des Vermittlers für Buchungsfehler, Online-Buchung im Fernabsatz und der Ausschluss des Widerrufsrechts nach § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB, Gutscheinlösungen. Use when zu klären ist, wer Anspruchsgegner ist, ob die vorvertragliche Information ordnungsgemäß erfolgte oder ob eine online gebuchte Reise widerrufen werden kann."
language: de
agents:
  researcher: ../../agents/researcher.md
  drafter: ../../agents/drafter.md
  reviewer: ../../agents/reviewer.md
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test: ./test.md

/reise-fluggastrecht:reisevermittlung-informationspflichten

Zweck

Der Skill beantwortet die Vorfrage, an der die meisten Reisemandate entschieden werden, bevor über Mängel gestritten wird: **Wer haftet wofür?** Er ordnet den Vertrieb als Veranstaltung, Vermittlung oder verbundene Reiseleistung ein, prüft die vorvertraglichen Informationspflichten samt Formblatt und korrigiert den häufigsten Beratungsfehler des Gebiets — die Annahme, eine online gebuchte Reise lasse sich widerrufen.

Eingaben

  • Buchungsweg (Reisebüro, Website des Veranstalters, Online-Portal, Vergleichsportal, Telefon)
  • Auftreten des Vertriebspartners: Eigenleistungsversprechen, Preisdarstellung, AGB, Impressum
  • Anzahl und Art der gebuchten Reiseleistungen und ihre zeitliche Verknüpfung
  • Erhaltene vorvertragliche Informationen und Formblatt
  • Buchungsbestätigung, Rechnungssteller, Zahlungsempfänger
  • Konkreter Buchungsfehler mit Datum und Auswirkung
  • Etwaige Widerrufsbelehrung und erklärter Widerruf
  • Angebotene oder akzeptierte Gutscheinlösung

Sub-Agent-Architektur

Ein Researcher ermittelt das tatsächliche Auftreten des Vertriebspartners, beschafft Buchungsstrecke, AGB und Formblatt und ordnet die Normen zu. Ein Drafter subsumiert unter §§ 651a, 651v und 651w BGB, prüft die Informationspflichten des Art. 250 EGBGB und die Folgen ihrer Verletzung und entwirft das Anspruchsschreiben. Ein Reviewer kontrolliert die Rollenzuordnung, den Ausschluss des Widerrufsrechts und jede Fundstelle; Unbestätigtes wird mit `[unverifiziert - prüfen]` markiert.

Ablauf

1. Rollenabgrenzung ([§ 651a BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651a.html), [§ 651v BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651v.html), [§ 651w BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651w.html))

| Rolle | Merkmal | Haftung | |---|---|---| | **Reiseveranstalter** § 651a | verschafft eine **Gesamtheit von mindestens zwei verschiedenen Arten** von Reiseleistungen für dieselbe Reise; tritt als Erbringer der Gesamtheit auf | volle Haftung für alle Reiseleistungen nach §§ 651i ff. BGB | | **Reisevermittler** § 651v | vermittelt einen Pauschalreisevertrag mit einem Dritten; wird nicht selbst Vertragspartner der Reise | Haftung nur für **eigenes** Verschulden (Beratung, Buchung, Information) | | **Verbundene Reiseleistungen** § 651w | Vermittlung mehrerer Einzelverträge in bestimmter zeitlicher und organisatorischer Verknüpfung, ohne Pauschalreise zu sein | **kein** Reisevertragsrecht; nur Insolvenzsicherung und Information |

Entscheidend ist nicht die Selbstbezeichnung, sondern das **Auftreten gegenüber dem Reisenden** (§ 651a Abs. 2 BGB): Wer den Anschein erweckt, die Leistungen in eigener Verantwortung zu erbringen, ist Veranstalter — auch wenn die AGB ihn als „Vermittler" bezeichnen. Nach § 651b BGB wird ferner als Veranstalter behandelt, wer Reiseleistungen so vermittelt, dass für den Reisenden der Eindruck einer Pauschalreise entsteht.

**Praxisregel**: Bei Preisdarstellung als Gesamtpreis, einheitlicher Rechnung und einheitlicher Buchungsbestätigung spricht viel für Veranstaltereigenschaft.

2. Verbundene Reiseleistungen im Einzelnen ([§ 651w BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651w.html))

Verbundene Reiseleistungen setzen voraus, dass der Unternehmer für den Reisenden getrennte Verträge über mindestens zwei verschiedene Arten von Reiseleistungen vermittelt und dabei entweder bei einem einzigen Besuch oder Kontakt gesonderte Auswahl und Zahlung veranlasst oder in gezielter Weise die Buchung einer weiteren Leistung bei einem anderen Unternehmer binnen 24 Stunden nach der ersten Buchungsbestätigung veranlasst.

Rechtsfolge: **kein** Anspruch aus §§ 651i ff. BGB. Der Reisende ist auf die Einzelverträge verwiesen. Der Unternehmer schuldet aber die Information nach [Art. 251 EGBGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/) und die Insolvenzsicherung nach § 651w Abs. 3 BGB. **Unterlässt er die vorgeschriebene Information, haftet er nach § 651w Abs. 4 BGB wie ein Reiseveranstalter** — die schärfste Sanktion des Vertriebsrechts und der wirksamste Angriffspunkt bei Online-Portalen.

3. Vorvertragliche Informationspflichten und Formblatt ([Art. 250 § 1 EGBGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_250__1.html), [Art. 250 § 3 EGBGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_250__3.html))

Vor Abgabe der Vertragserklärung des Reisenden ist ihm das gesetzlich vorgeschriebene **Formblatt** zu übermitteln, das ihn über die Einordnung als Pauschalreise und über seine wesentlichen Rechte unterrichtet (Art. 250 § 2 EGBGB). Zusätzlich ist über die in Art. 250 § 3 EGBGB aufgezählten Punkte zu informieren — unter anderem Reiseleistungen und Merkmale, Gesamtpreis mit Steuern und Nebenkosten, Zahlungsmodalitäten, Mindestteilnehmerzahl, Pass- und Visumerfordernisse, Rücktrittsrecht und Insolvenzsicherung.

Rechtsfolgen von Informationsmängeln:

  • Nach [§ 651d BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__651d.html) werden die Angaben **Vertragsinhalt**; sie sind Maßstab für die geschuldete Beschaffenheit nach § 651i Abs. 2 BGB.
  • Fehlt die Information über zusätzlich anfallende **Gebühren, Entgelt
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