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/gesellschafterbeschluss-anfechtung

Prüfung der Anfechtung und Nichtigkeit von GmbH-Gesellschafterbeschlüssen – Beschlussfassung § 47 GmbHG, Stimmverbote § 47 Abs. 4 GmbHG, Einberufung und Ankündigung § 51 GmbHG, Beschlussmängelrecht in analoger Anwendung der §§ 241, 243, 246 AktG (Nichtigkeit, Anfechtbarkeit,

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  • You can call itInvoke it directly when you want it.
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Prüfung der Anfechtung und Nichtigkeit von GmbH-Gesellschafterbeschlüssen – Beschlussfassung § 47 GmbHG, Stimmverbote § 47 Abs. 4 GmbHG, Einberufung und Ankündigung § 51 GmbHG, Beschlussmängelrecht in analoger Anwendung der §§ 241, 243, 246 AktG (Nichtigkeit, Anfechtbarkeit,

SKILL.md

gesellschafterbeschluss-anfechtung.SKILL.md
name: gesellschafterbeschluss-anfechtung
description: "Prüfung der Anfechtung und Nichtigkeit von GmbH-Gesellschafterbeschlüssen – Beschlussfassung § 47 GmbHG, Stimmverbote § 47 Abs. 4 GmbHG, Einberufung und Ankündigung § 51 GmbHG, Beschlussmängelrecht in analoger Anwendung der §§ 241, 243, 246 AktG (Nichtigkeit, Anfechtbarkeit, Anfechtungsfrist). Use when ein GmbH-Gesellschafter einen Beschluss der Gesellschafterversammlung auf Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit prüfen oder eine Beschlussmängelklage erheben will."
language: de
provider_variants:
  - claude
  - gemini
  - openai
test: ./test.md

/gesellschaftsrecht:gesellschafterbeschluss-anfechtung

Zweck

Beschlüsse der GmbH-Gesellschafterversammlung können an formellen (Einberufung, Ankündigung, Verfahren) oder materiellen Mängeln (Gesetzes- oder Satzungsverstoß, Treuepflicht) leiden. Anders als das Aktienrecht kennt das GmbHG kein eigenes Beschlussmängelrecht: Die Behandlung fehlerhafter Beschlüsse folgt der **analogen Anwendung** der aktienrechtlichen §§ 241, 243, 246 AktG (gefestigte Rechtsprechung/h.M.). Dieser Skill ordnet einen angegriffenen Beschluss in das Raster **Nichtigkeit / Anfechtbarkeit / wirksam** ein, prüft Stimmrechte und Mehrheiten und führt zur richtigen Beschlussmängelklage.

Eingaben

  • **Beschluss** (Wortlaut, Beschlussgegenstand, festgestelltes Ergebnis)
  • **Protokoll** der Gesellschafterversammlung (Versammlungsleiter, Feststellung des Ergebnisses)
  • **Ladung** (Einberufender, Form, Frist, Tagesordnung/Ankündigung des Zwecks)
  • **Satzung** (abweichende Mehrheits-, Form- oder Fristregelungen, Einziehungsklauseln)
  • **Beschlussdatum** (maßgeblich für die Anfechtungsfrist)
  • **Stimmrechtslage** (Geschäftsanteile, Stimmverteilung, Betroffenheit/Befangenheit einzelner Gesellschafter)

Sub-Agent-Architektur

Die Prüfung wird in drei gedankliche Prüfstränge zerlegt, die parallel laufen und am Ende zusammengeführt werden. Ein erster Strang klärt die **Beschlussfassung selbst** – ob mit dem richtigen Stimmgewicht und ohne Verstoß gegen Stimmverbote die erforderliche Mehrheit zustande kam (§ 47 GmbHG). Ein zweiter Strang prüft das **formelle Zustandekommen** – Einberufung, Frist und Ankündigung nach § 51 GmbHG sowie die Zuständigkeit der Versammlung (§ 48 GmbHG). Ein dritter Strang ordnet jeden festgestellten Mangel rechtlich ein – **Nichtigkeit (analog § 241 AktG)** oder **Anfechtbarkeit (analog § 243 AktG)** – und zieht daraus die prozessualen Folgen (Frist, Klageart, Beklagter). Die Synthese gewichtet die Mängel, bestimmt die schwerste Rechtsfolge und formuliert die Empfehlung.

Ablauf

1. Beschluss und Beschlussgegenstand

Zunächst den angegriffenen Beschluss exakt isolieren: Welcher Tagesordnungspunkt, welcher Inhalt, welches festgestellte Ergebnis? Maßgeblich ist der vom Versammlungsleiter **festgestellte** Beschluss; bis zu einer erfolgreichen Beschlussmängelklage gilt er als vorläufig verbindlich (Feststellungswirkung). Beschlussgegenstand (z. B. Einziehung, Geschäftsführerabberufung, Gewinnverwendung, Satzungsänderung) bestimmt die anwendbaren Mehrheits- und Formanforderungen.

2. Stimmrechte, Mehrheiten und Stimmverbote ([§ 47 GmbHG](https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__47.html))

  • **Mehrheit:** Beschlüsse werden nach der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst (§ 47 Abs. 1 GmbHG); je Euro eines Geschäftsanteils eine Stimme (§ 47 Abs. 2 GmbHG), soweit die Satzung nichts anderes regelt.
  • **Stimmverbot (§ 47 Abs. 4 GmbHG):** Ein Gesellschafter hat **kein Stimmrecht** bei seiner Entlastung oder Befreiung von einer Verbindlichkeit sowie bei Beschlüssen über die Vornahme eines Rechtsgeschäfts oder die Einleitung/Erledigung eines Rechtsstreits **ihm gegenüber** (Verbot des Richtens in eigener Sache). Praktisch wichtig: Bei der Einziehung des eigenen Geschäftsanteils oder der Abberufung aus wichtigem Grund kann der betroffene Gesellschafter einem **Stimmverbot** unterliegen.
  • Wird eine vom Stimmverbot betroffene Stimme **mitgezählt**, ist das festgestellte Beschlussergebnis fehlerhaft: Die Stimmen sind neu zu zählen; ergibt sich dann ein anderes Ergebnis, ist der festgestellte Beschluss anfechtbar (bzw. der tatsächlich gefasste Beschluss festzustellen).

3. Formelle Mängel: Einberufung und Ankündigung ([§ 51 GmbHG](https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__51.html))

  • **Einberufung:** durch eingeschriebenen Brief, mit einer **Frist von mindestens einer Woche** (§ 51 Abs. 1 GmbHG).
  • **Ankündigung des Zwecks:** Der Zweck der Versammlung ist bei der Einberufung anzukündigen (§ 51 Abs. 2 GmbHG). Über Gegenstände, die nicht mindestens drei Tage vorher in der vorgeschriebenen Form angekündigt wurden, können keine Beschlüsse gefasst werden (§ 51 Abs. 4 GmbHG).
  • **Ladungsmangel:** Wurde nicht ordnungsgemäß geladen (falscher Einberufender, Frist- oder Formverstoß, fehlende Ankündigung), können Beschlüsse nur gefasst werden, wenn **sämtliche Gesellschafter anwesend** sind und niemand widerspricht (Vollversammlung, § 51 Abs. 3 GmbHG). Fehlt diese Heilung, liegt ein **Ladungsmangel** vor, der je nach Schwere zur Anfechtbarkeit – bei gröbsten Verstößen (z. B. Nichtladung eines Gesellschafters) zur Nichtigkeit – führt.
  • **Zuständigkeit:** Beschlüsse werden in der Gesellschafterversammlung gefasst ([§ 48 GmbHG](https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__48.html)); zur schriftlichen/kombinierten Beschlussfassung bedarf es des Einverständnisses aller bzw. einer Satzungsgrundlage.

4. Abgrenzung Nichtigkeit vs. Anfechtbarkeit (analog AktG)

Das GmbH-**Beschlussmängel**recht ist nicht im GmbHG kodifiziert; es folgt der analogen Anwendung der §§ 241 ff. AktG.

  • **Nichtigkeit (analog [§ 241 AktG](https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__241.html)):** Schwerste Mängel, die ohne Klage und Frist zur Unwirksamkeit führen – insbesondere gravierende Einberufungsmängel (Nichtladung), Verstoß gegen Gläubigerschutz- oder im öffentlichen Interesse gegebene Vorschriften, Sittenwidrigkeit, fehlende
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